Unser Sommerurlaub in Portugal: Viana do Castelo.

Lasst uns ans Meer fahren. So richtig.

Drei Wochen nur wir Drei. Gemeinsam neue Erfahrungen machen, Marmeladenglasmomente sammeln - und Alltag erleben. Kein permanenter Erlebnisdruck. Alltag im Urlaub. Wie schon letztes Jahr auf Sardinien. Das war echt so eine schöne Zeit. Und die wollen wir nun erleben in Portugal. Nach der ersten Station unserer Reise, Lissabon, reisten wir in den Norden. Nach Viana do Castelo. Und verbrachten eine Woche in einem der schönsten Hotels, in denen wir je waren. Hier bekommt ihr jetzt alle Infos über unsere zweite Station. Und eben auch endlich den Namen des Hotels, nach dem ihr so fleißig gefragt habt. 

Eine Woche an einem Ort, der für immer in meinen Gedanken präsent sein wird. Alles ist schön. 

Nachdem wir am Montag, den 26.08. in Viana do Castelo angekommen sind, sind wir mit dem Taxi ins Hotel gefahren. Und ab da spielten Zeit und Raum keine Rolle mehr. Der tagebuchartige Abriss wird unterbrochen und erst an Station drei weitergeführt (das könnt ihr bald hier lesen). Denn, jetzt sind wir erstmal hier: Eine Woche in einem der wohl schönsten Hotels, in denen wir je waren. Im FeelViana. Alles hier ist schön. Interior und Exterior. Ich möchte weinen, weil ich es nicht aushalte. Und so glücklich bin. Ich bin überwältigt. Und Philipp, dem man solche Gefühle auf den ersten Blick eher weniger anmerkt. Dem merkt man es an, wenn er nicht aufhören kann, zu fotografieren. 

Ich meine, schaut doch mal unser grandioses Zimmer an:

Die Suite war fast so groß wie unsere komplette Wohnung. Das war überraschend. Überraschend schön. Das Holz, die Wärme, die Farben. 

Ein Schlafzimmer und ein Wohnbereich. Zwei Bäder mit Dusche und Wanne. Ein riesengroßer Balkon mit Aussicht auf den Pinienwald, hinter dem der Atlantik ist. Entspannter haben wir selten aus dem Zimmer schauen können. Und uns verhalten können, wenn die Kleine schläft. Es war einfach herrlich. Und ich konnte das lange gar nicht fassen. Und muss mich wiederholen: Alles ist schön. Und ja, das empfinde ich als unglaublich entschleunigend. 

Nicht zu groß, nicht zu gewöhnlich. Schön. 

Wirklich, bereits, als wir im Hotel ankamen, wusste ich: Das wird gut. Und, vielleicht wisst ihr: Wir recherchieren wirklich enorm viel, bevor wir etwas buchen und uns einigen können. Nicht zu groß, nicht zu gewöhnlich, nicht zu schlecht erreichbar. Schön. Und: Das hat sich wirklich wieder so gelohnt. 

Vielleicht haben wir auch unsere Route um den Hotelaufenthalt geplant. Aber nur vielleicht. Wir haben nämlich das Hotel gefunden und dann gemerkt, dass nur noch Ende August etwas frei ist. Dann dachten wir, dass uns der Atlantik dann aber vielleicht zu kalt ist. Und recherchierten wochenlang weiter, kein Hotel, kein Ziel kam danach  auch nur vage in Betracht. Zu schlecht angebunden, zu teuer, in einer Touristenhochburg, zu große Hotels, Animationsprogramme. Und es war eben nicht diese Perle, in die wir uns sofort verliebt haben. Als uns Warmduschern dann auch irgendwann gesagt wurde, dass der Atlantik eh immer kalt ist, buchten wir einfach. Und die Vorfreude begann. Und, wie ihr seht: Zu recht.

Wohnen kann man im FeelViana auch in kleinen Holzbungalows. Oder eben im Haupthaus, wo sich die beiden Suiten befinden. Wir wollten erst ein Holzbungalow buchen. Die Privatsphäre muss toll sein. Mit Kleinkind empfinden wir aber zwei Räume als vorteilhafter und entschieden uns deshalb um. Und die Entscheidung war so gut. Auch für das gesamte Hotel. Denn das FeelViana ist nicht nur schön, es ist auch kinderfreundlich. Ein Spielplatz vor dem Haupthaus und sogar Kinderbetreuung wird bei Bedarf angeboten. Und es gibt viele Hochstühle. Beim Frühstück, was inklusive war, natürlich sehr von Vorteil. Abends reservierten wir jeden Tag einen Tisch fürs Dinner. Jeden Tag nur wir Beide. Das war schön. Und romantisch. Und lecker. So nah am Meer. So nah an Philipp. 

Das Hotel haut uns wirklich einfach um. Alles ist schön.

Außerdem gibt es einen wunderschönen Outdoor-Pool und einen tollen Indoor-Pool im Spa-Bereich. Umsäumt ist das Hotel von Pinienbäumen und das spiegelt sich auch architektonisch wider. Und ist so beruhigend. Klare Linien und viel Holz. Das Braun des Holzes und das Grün der Bäume und Pflanzen. In Kombination mit dem Blau des Meeres und des Himmels. Haut es uns um. 

Genauso wie der Strand und der Weg dahin. Durch den Pinienwald, über Sand bzw. Holzbrücken. Auch diese fügen sich so unaufdringlich und schön in die Natur ein, dass es einfach nur gut tut. Allein vom Hinsehen. Urlaub für die Augen und die Seele. 

Der Strand und die Dünen sind wirklich sauber. Der Sand ist hell und fein. Eignet sich aber hervorragend zum Buddeln. Und Einbuddeln. Von kleinen Minimenschen und großen Papas. Und, ja: Viana do Castelo ist ein Surferparadies. Nicht ohne Grund: Es war teilweise wirklich wahnsinnig windig. So windig, dass wir manchmal den Strand komplett verlassen haben, weil es Sandböen gab. In Verbindung mit dem ziemlich kalten Wasser (ich war einmal bis zu den Knien im Meer) war es definitiv nicht solch ein Badeurlaub wie letztes Jahr auf Sardinien, im seichten warmen Mittelmeer. Obwohl genügend Möglichkeiten da waren. Der tosende Atlantik ist einfach schon eine ganz andere Nummer. Nicht weniger schön, aber rauer. Kalt. Anders. 

Ich war nur einmal bis zu den Knien im Atlantik. Ich bin Warmduscher.

Dennoch oder gerade deshalb hatten wir eine wunderbare Zeit hier. Auch als Nicht-Surfer, die jeden Tag Eis gegessen haben, schrien, als sie ins Wasser gegangen sind (mit den Füßen) und jeden Tag am Strand waren - zum Buddeln und Rennen. Ich habe gar nicht daran gedacht, dass wir hier die Gezeiten erleben werden. Ebbe und Flut. Das habe ich vielleicht drei-, viermal überhaupt erlebt. Und war wirklich sprachlos. Wie schön es für uns war, während der Flut im noch seichten, flachen Wasser umherzuflitzen. Mit der kleinen süßen Rakete, die so einen Spaß hatte. Das Wasser bildete natürlich auch kleine Inseln im Sand. Das glich einem Wasserspielplatz ohnegleichen. Wohl einem der schönsten, den die Natur zu bieten hat. 

Und, ich meine, gibt es insgesamt eine beeindruckendere Naturkulisse als Ebbe und Flut? In Verbindung mit Nebel? Vielleicht war das eines meiner schönsten Erlebnisse bisher. Ich war lange sprachlos und musste alles auf mich wirken lassen. Unser für mich schönster Tag in Viana do Castelo, da er ganz anders war. Sehr erinnerungswert. Kuschelig, mystisch und entspannt. Es fühlte sich gedanklich an wie ein Tag der Ostsee. Im Herbst. Ganz besonders. Und ich lasse einfach wieder Bilder sprechen: 

Must Haves für eine Reise mit Kleinkind

Oder auch: Lernt aus unseren Fehlern. Na gut, so schlimm war es nicht. Dabei hatten wir natürlich ihren Sonnenhut, Sonnencreme und ihren dünnen Badeponcho. Sinnvoll sind außerdem Schwimmhilfen*. So konnte die Kleine in beiden Pools auch mal ganz kurz allein schwimmen. Das fand sie überaus lustig. Und sich schon einmal langsam daran gewöhnen, Schwimmhilfen zu tragen. Aber: Natürlich hatten wir immer (mindestens) den kleinen Finger an ihr. Buddelsachen haben wir im per Taxi fünf Minuten entfernten Ort Viana do Castelo gekauft. Wir mussten nämlich in eine Wäscherei gehen und haben das gleich mit kleinen Besorgungen verbunden: Buddelsachen, Mineralwasser, Windeln. 

Bei dem Wind (und natürlich auch der Sonne, die wirklich sehr stark war!) ist natürlich eine Strandmuschel* sehr von Vorteil. Nehmt außerdem etwas gegen Mücken mit. Am besten gleich vorbeugend. Wir hatten nichts dabei. Und unsere kleine Rakete hat gleich in der ersten Nacht mehrere Stiche im Gesicht bekommen. Die arme kleine Maus. Und ihr kleiner Körper ist das ja (zum Glück) noch nicht gewohnt gewesen, weshalb er mit leichten Schwellungen reagiert hat. Zum Glück hat uns beim Frühstück eine nette Dame angesprochen und uns ihr Teebaumöl geliehen. Das haben wir nachfolgend mehrmals in der Nacht rund um unsere Kissen geträufelt und es wurde deutlich besser. Und wir waren seitdem deutlich öfter auf Mückenjagd. 

Hallo, Petermännchen, du kleines Arschloch.

Und, dingdong, in einer Region, in der eines der gefährlichsten Gifttiere Europas wohnt, können Badeschuhe nicht schaden. War für uns auch sehr überraschend. Das Petermännchen. Name klingt süß, ist aber ein ganz schönes Arschloch. Gräbt sich wohl gern im Schlamm ein. Das wird mindestens bei Ebbe sehr gefährlich, wenn man dann ohne Schuhwerk drauf tritt. Das haben wir vor Ort erfahren - und waren einen Tag später dann eh in Porto. Wie das so war, könnt ihr bald hier lesen. 


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